Copa fürchtet Mehrkosten für Stallanlagen


Über Industrieemissionen wird zurzeit im Europäischen Parlament (EP) verhandelt. Jetzt gibt es Bestrebungen, Vorschriften zur Gülleausbringung einzubeziehen.Eigentlich betreffen die Pläne für verschärfte Kontrolle und Verminderung von schädlichem Ausstoß lediglich Industriebetriebe. Es gebe aber immer wieder Versuche, die Landwirtschaft mit einzubeziehen und ihr damit zusätzliche Kosten aufzubürden, warnte Copa/Cogeca, die europäische Dachorganisation der nationalen Bauern- und Genossenschaftsverbände am Mittwoch in Brüssel.

In einer ersten Lesung vor einem Jahr hatte das EP verhindert, dass auch mittelgroße und kleinere Anlagen von unter 40.000 Hennen oder 6.000 Mastschweinen unter das Emissionsschutzgesetz fallen. Jetzt möchte die EU-Kommission das Ausbringen von Gülle mit einbeziehen, weil nach ihrer Ansicht davon eine erhebliche Schadstoffbelastung ausgeht. Der liberale Abgeordnete Holger Kramer argumentiert dagegen, der Umgang mit dem Wirtschaftsdünger aus der Landwirtschaft werde schon in der EU-Nitratrichtlinie ausreichend geregelt. Kramer ist zuversichtlich, dass sich bei der Abstimmung am 27. April im Umweltausschuss die Mehrheit seiner Kollegen in diesem Punkt seinem Berichtsentwurf anschließen wird. (Mö) 
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