Cornglutenimport gefährdet

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Bei den zurzeit im Handel befindlichen Corngluten aus den USA kann nicht ausgeschlossen werden, dass es Spuren des nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Bt-10-Maises von Syngenta enthält. In den USA geht man nicht von einem Gesundheitsrisiko aus und lässt die Ware auf dem Markt. Die EU-Kommission zieht dagegen ein Importstopp für Corngluten aus den USA in Erwägung, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. "Es muss nicht gleich ein Einfuhrverbot sein. Vielleicht verlangen wir auch nur den Nachweis, dass die eingeführten Futtermittel garantiert kein Bt-10 enthalten", erklärte der Sprecher von EU-Verbraucherkommissar Markos Kyprianou am Dienstag in Brüssel. Im Ergebnis käme zurzeit das Gleiche heraus, da es einen im Handel anwendbaren, zuverlässigen Nachweis für Bt 10 noch nicht gibt. Allerdings sind die Cornglutenimporte in die EU auf rund 3,5 Mio. t pro Jahr zurückgegangen. Mitte der 90er Jahre lagen sie bei rund 7 Mio. t pro Jahr. Importeure von Corngluten aus den USA müssen nachweisen können, dass sich allenfalls die vier in der EU erlaubten GV-Maissorten in der Ware befinden. Weitere Entscheidungen über mögliche Beschränkungen der Einfuhren will die Kommission im Laufe der Woche treffen. (Mö)
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