Cropenergies verkauft Ethanol ins Ausland


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Die Cropenergies AG, Mannheim, will in den kommenden Jahren die Produktionskapazität von Bioethanol verdoppeln. Eine höhere Beimischungsquote für Bioethanol und die Steuerbegünstigungen für E85 bis 2015 sind für Vorstandssprecher Dr. Lutz Guderjahn beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Eine Überproduktion von Bioethanol auf dem europäsichen Markt hält er für unwahrscheinlich. Im ersten vollständigen Geschäftsjahr 2006 produzierte das junge Biospritunternehmen mit 230.000 t gut die Hälfte der insgesamt in Deutschland hergestellten Menge von 431.000 t Bioethanol.

Das meiste Bioethanol verkauft Cropenergies an Kunden in Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam (ARA) sowie nach Skandinavien, Frankreich und Großbritannien, erklärte Guderjahn heute bei der Bilanzpressekonfernez in Mannheim. Der Bioethanolpreis ist 2006 um 21 Prozent auf durchschnittlich 500 €/t gestiegen. Der teure Einkauf von Getreide kann teilweise durch höhere Preise für das Koppelprodukt Protigrain, einem proteinreichen Futtermittel, wieder ausgeglichen werden. Guderjahn will die bisherige Rohstoffbasis von Weizen und Triticale mit Mais und Zuckerrüben erweitern.

Im Geschäftsjahr (März/Februar) 2006/07 hat Cropenergies den Umsatz mit 146,8 Mio. € gegenüber 60,5 Mio. € im Vorjahr mehr als verdoppelt. Der Jahresüberschuss beträgt 11,2 (-31,7) Mio. €. Eine Dividende wird auf Grund der geplanten Investitionen in neue Anlagen in Zeitz, Belgien und Frankreich nicht ausbezahlt. (da)

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