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In einem Positionspapier zur energetischen Nutzung von Getreide fordert der Deutsche Bauernverband (DBV), Berlin, Energiegetreide als Regelbrennstoff in die erste Bundesimmissionsschutzverordnung aufzunehmen. Mit dem Anbau von Energiegetreide könne effektiv die Importabhängigkeit bei Rohöl und Erdgas reduziert sowie ein Beitrag zum weltweiten Klimaschutz geleistet werden. Nach Berechnung des DBV ist als Konsequenz der stark gestiegenen Preise für Erdöl und Erdgas die Wärmeversorgung mit Energiegetreide mit Abstand am preisgünstigsten. Energiegetreide zur Wärmenutzung sei damit eine Energiequelle, die ohne zusätzliche volkswirtschaftliche Kosten in den Energiemix integriert werden könnte. Mit dem Anbau von Energiegetreide könne die Landwirtschaft, ohne die Nahrungsmittelversorgung in der Europäischen Union zu gefährden, etwa 26 Mio. t Erdöläquivalent bereitstellen.

Der DBV weist ferner darauf hin, dass Grenzwerte für Staub- und Kohlenmonoxidemissionen festgelegt werden müssen, damit der Brennstoff Energiegetreide ausschließlich in Kleinfeuerungsanlagen eingesetzt wird, die für diesen Energierohstoff geeignet sind. Die Grenzwertfestlegung müsse sich im Rahmen der Markteinführungsphase übergangsweise an dem derzeitigen Stand der Verbrennungstechnik orientieren. Grundsätzlich müssten aber auch Kleinfeuerungsanlagen zur Verbrennung von Energiegetreide die emissionsrechtlichen Anforderungen erfüllen, erklärte der DBV in seiner Entschließung. (ED)

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