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Auch der Deutsche Bauernverband (DBV), Bonn, beteiligt sich an den landesweiten Protestaktionen gegen die augenblicklich hohen Mineralölkosten, die die Produktionskosten in der Landwirtschaft nach Ansicht des DBV deutlich erhöhen. Der DBV schätzt, dass das jetzige Preisniveau bei Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas, wenn es anhielte, zu Mehrbelastungen von insgesamt 3,4 Mrd. DM/Jahr führen würde, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Davon entfielen 1,6 Mrd. DM auf Dieselkraftstoff. Aus der gestiegenen Mineralölbesteuerung und der gekürzten Mineralölbeihilfe ergäben sich eine zusätzliche Steuerlast von 770 Mio. DM. Bei dem augenblicklichen Preisniveau und einem Verbrauch von 150 l Diesel/ha stiegen die Produktionskosten im Ackerbau um 100 DM/ha. Dies entspreche 6 bis 7 Prozent des Getreidepreises, so der DBV. In einer Entschließung fordert das DBV-Präsidium die Bundesregierung auf, angesichts des dramatischen Anstiegs die Steuern deutlich zu senken. (ED)
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