Für die Weizenernte, die in ganz Deutschland auf Hochtouren läuft, deuten sich Mindererträge zwischen 10 und 15 Prozent an, schätzt der Deutsche Bauernverband (DBV). Der Wintergerstendrusch ist beendet. Bundesweit liegen die Gerstenerträge um 8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, meldet der DBV in seinem zweiten Bericht zur Ernte 2010. Die Hektolitergewichte der Wintergerste streuen bundesweit erheblich. Im Schnitt werden nach DBV-Angaben 63 bis 68 kg/hl erreicht.

In Baden-Württemberg, im Süden von Rheinland-Pfalz und im Rheinland beginnt die Sommergerstenernte. Die bisherigen Ernteergebnisse deuten auf Mindererträge von 10 bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hin.

Der Fortgang der Ernte von Winterweizen ist nach DBV-Beobachtung bundesweit sehr unterschiedlich. Im Rheinland und in Brandenburg wurde bereits mehr als die Hälfte der Flächen gedroschen. In den Hauptanbauregionen hat die Winterweizenernte dagegen erst begonnen. Es deuten sich laut DBV Mindererträge zwischen 10 und 15 Prozent an. Es werden höhere Schmachtkornanteile beobachtet. Die Hektolitergewichte variieren zwischen 66 und 80 kg/hl. Roggen ist in Brandenburg zu einem Drittel geborgen, in Niedersachsen ist es höchstens die Hälfte der Fläche.

Die Rapsernte ist im Rheinland und auf den leichten Böden Niedersachsens, in Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg weit fortgeschritten. In Mecklenburg-Vorpommern wurde dagegen bisher lediglich gut ein Drittel der Rapsflächen gedroschen. Die bisherigen Ergebnisse lassen auf Ertragsminderungen von etwa 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei stark streuenden Ölgehalten von unter 40 bis 44 Prozent schließen. (az)
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