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Die Niederschläge können eingetretene Einbußen bei der Getreideernte nicht mehr ausgleichen, regional kommt der Regen auch für den Futtermais zu spät, lautet das Fazit des 2. Ernteberichtes des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Erste Maisfelder mussten bereits abgeerntet werden. Damit werden die tierhaltenden Betriebe gezwungen, zusätzlich Futtergetreide zu erwerben. Vor ähnlichen Problemen stehen die Betreiber der Biogasanlagen, die ihre Anlagen mit Silomais und Grassilage betreiben. Für Kartoffeln und Zuckerrüben sind die Niederschläge ebenfalls dringend erforderlich. Wegen der Trockenheit war die Frühkartoffelernte zum Erliegen gekommen, so der DBV. Die späteren Kartoffelsorten sowie die Zuckerrüben hatten das Wachstum eingestellt, so dass mit Mindererträgen gerechnet werden muss.

Der DBV rechnet insgesamt mit einer Wintergerstenernte knapp unter Vorjahr in Höhe von 8,8 Mio. t. Die Qualitäten sind überwiegend gut. Regional stark gelitten hat unter der Hitze die Sommergerste. Offen ist laut DBV noch, wie viel Sommergerste Braugerstenqualität erfüllen wird. Der DBV rechnet mit einer Sommergerstenernte in Deutschland, die mit 2,2 Mio. t deutlich unter Vorjahr (2,8 Mio. t) liegen wird. Die Weizenernte wird insgesamt geringer als im Vorjahr ausfallen. Der DBV schätzt die Erntemenge auf etwa 21 Mio. t (Vj. 23,3 Mio. t). An Winterraps erwartet der DBV 4,7 Mio. t, 300.000 t weniger als im Vorjahr. Die Ertragseinbußen liegen im Bundesdurchschnitt bei mehr als 10 Prozent. Aus Brandenburg werden sogar Ernteausfälle von 80 Prozent bis zum Totalausfall berichtet, heißt es weiter. Roggen hat die Trockenheit dagegen relativ gut überstanden. Die Ertragseinbußen liegen bei bis zu 15 Prozent. Der DBV rechnet mit einer Roggenernte in guter Qualität in Höhe von 2,6 Mio. t. (ED)

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