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Höhere Milchpreise fordert Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), gegenüber den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel. Die derzeit ausgezahlten 26 bis 28 Cent pro Liter seien für viele Milchbauern nicht mehr kostendeckend. Das Einkommen der Milchbauern sei 2004 noch mal um 8 Prozent gesunken. Dies erklärte Sonnleitner auf der DBV-Präsidiumssitzung, auf der auch das Strategiepapier des DBV zur Zukunft der Milchproduktion verabschiedet wurde. Darin fordert der DBV die Veränderung der Saldierungsmöglichkeiten in Deutschland. Die einzelbetriebliche Saldierung auf Molkereiebene solle auf maximal 10 Prozent begrenzt werden. Dadurch könne auch die Überproduktion an Milch verringert werden. Der DBV spricht sich auch gegen die geplante Erhöhung der Milchquote in der EU aus, da eine aktive Preispolitik bei Mengendruck am Markt nicht möglich sei. Stattdessen schlägt er eine flexible Anpassung der Milchquote an die Marktverhältnisse vor.

Das Strategiepapier des Deutschen Bauernverbandes "Milchproduktion hat Zukunft" gibt es als Download unter www.bauernverband.de. (ED)

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