Deutlich höhere Erzeugerpreise für deutsche Ökobetriebe fordert der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born. Sie sollen die heimische Produktion stärken. Vermarkter und Handel könnten nur dann darauf hoffen, dass Anbauflächen und Produktionsumfang im deutschen Ökoanbau weiter zunehmen, wenn es gelinge, steigende Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, um die Erlöse der Ökobauern zu verbessern, sagte Born im Vorfeld der diesjährigen Messe Biofach. 

Der DBV legt nach Aussagen von Born großen Wert darauf, dass die heimische Nachfrage nach Ökoprodukten vorrangig aus deutscher Produktion gedeckt werden kann. Da aber gleichzeitig weltweit eine große Nachfrage nach deutschen Qualitätsprodukten bestehe und die Herausforderungen der Energiewende von der deutschen Land- und Forstwirtschaft angenommen würden, müsste sich das Erlösniveau für die einheimische Ökoerzeugung deutlich verbessern. Sonst hätten die auf Ökolandwirtschaft umstellenden Landwirte bei stagnierenden oder sogar rückläufigen Erträgen kaum eine Chance am Boden- und Pachtmarkt, so der Generalsekretär. 

Wichtig sei auch, dass die Umstellungshilfen der Länder verlässlich angeboten würden. Nach Ansicht des DBV sind diese aber nicht entscheidend für den grundsätzlichen Schritt, den eigenen Betrieb auf die Ökoproduktion umzustellen. Vielmehr müssten sich die Aufwands- und Ertragspositionen im Markt für den einzelnen Ökobetrieb positiv entwickeln. Andernfalls werde Deutschland weiter Marktanteile an Niedriglohnländer in Europa und Übersee verlieren, betonte Born. (az)
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