Der Deutsche Bauernverband (DBV) unterstützt das vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gefällte Urteil zu Zulassung und Handel von Saatgut. Die Entscheidung sei nachvollziehbar. DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born hob dazu im Deutschlandradio hervor, dass das Saatgut eines der wichtigsten Betriebsmittel für den wirtschaftlichen Erfolg der Bauern darstelle. Landwirte müssten sich auf die hohe Qualität des Saatgutes weiterhin verlassen können, um Rohstoffe in bester Beschaffenheit und ausreichender Quantität produzieren zu können.

Da man die Eigenschaften etwa eines Getreidekorns jedoch von außen nicht erkennen könne, sei es positiv, dass der EuGH das bestehende amtliche Zulassungsverfahren nicht in Frage gestellt habe. Daneben habe für die Landwirte die Sortenvielfalt eine hohe Bedeutung. Diese sei in Deutschland durch die bestehende breit aufgestellte, mittelständische Züchtungslandschaft gewährleistet. Der EuGH habe folgerichtig entschieden, dass das Recht von Landwirten und Züchtern, auch weniger bekannte, alte Sorten anzubauen und weiterzuzüchten, nicht eingeschränkt werden dürfe. Dies ist laut DBV in Deutschland bereits seit 2009 durch die Erhaltungssortenverordnung garantiert. (az)
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