Der Deutsche Bauernverband (DBV) mahnt Korrekturen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an. Verdrängungseffekte zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion müssten verhindert werden. In einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierten DBV-Präsident Gerd Sonnleitner und die Präsidenten der Landesbauernverbände die aktuelle Förderstruktur im EEG 2012, welches deutliche Überförderungen für größere Biogasanlagen jenseits von 500/750 KW geschaffen habe. Sie forderten im Zuge der aktuellen Gesetzesberatung zur Änderung des EEG, den Einspeisebonus für Biomethan auf den Stand des EEG 2009 zurückzuführen. Darüber hinaus müssten die Obergrenzen für den Biomethanbonus noch weiter abgesenkt werden. Zusätzlich müssten Biogasanlagen, die von der EEG-Festvergütung in die sogenannte Marktprämie wechseln und dabei keine Wärmenutzung erbringen, eine um 2,5 Cent/KWh verminderte Marktprämie erhalten. 

Hinsichtlich der Fotovoltaik-Förderung setzt sich der DBV für eine Konzentration auf Dachanlagen und auf tatsächliche Konversionsflächen ein. Die Förderung von 110-Meter-Streifen an Autobahnen und Schienenwegen sei künftig im Sinne des Flächenschutzes zu unterlassen. Eine Benachteiligung landwirtschaftlicher Gebäude im Außenbereich beim geplanten EEG-Änderungsgesetz lehnt der Verband ab. (az)

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