Die Petition des Deutschen Bauernverbandes (DBV) für einen gesetzlichen Schutz landwirtschaftlicher Flächen erhält viel Zustimmung. Nun ist der Bundestag am Zug. Mehr als 210.000 Unterschriften hat die Petition des DBV zur Eindämmung des Flächenverbrauchs eingebracht, meldet der Verband heute. „Dies können die Parteien im Deutschen Bundestag nicht mehr ignorieren“, kommentierte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner das Ergebnis. Der Petitionsausschuss des Bundestages muss nun entscheiden, wann und wie das Anliegen im Parlament beraten werden soll.

Der DBV hatte die Petition im Dezember 2011 gestartet. Begleitend dazu hatte das DBV-Präsidium einen Vorschlag für eine Gesetzesinitiative erarbeitet, mit der die landwirtschaftlichen Flächen vor der Versiegelung geschützt werden sollen. Dabei geht es dem DBV auch darum, die Ausgleichsflächen für den Naturschutz mit Geld statt mit Fläche abzugelten.

Die Bundesregierung selbst hatte bereits 2002 in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie anvisiert, den täglichen Flächenverbrauch in Deutschland auf 30 ha bis zum Jahr 2020 zu reduzieren. In ihrem Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie musste sie jedoch erst vergangene Woche eingestehen, dass dieses Ziel kaum noch zu schaffen ist. Denn im Jahr 2010 lag die Quote noch immer bei 87 ha pro Tag. (sta)
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