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Nur wenn die Bundesregierung den Gesamtrahmen der Kürzungsvorschläge für die Land- und Forstwirtschaft deutlich nach unten korrigiert, macht es Sinn, über alternative Wege möglicher Anpassung im Agraretat des Bundeshaushaltes nachzudenken. Dies bekräftigte der Verbandsrat des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bonn, gestern unter Leitung von Präsident Gerd Sonnleitner. Der DBV erwartet nun entsprechende Signale aus der Bundesregierung. Der Verband will gleichzeitig eine Aufklärungsoffensive in den Wahlkreisen der Abgeordneten starten. Insbesondere kurzfristig - das heißt für das Jahr 2000 - als auch für den gesamten Planungszeitraum seien deutliche Korrekturen notwendig. Der Berufstand sei nicht bereit, eine Alibifunktion dafür zu übernehmen, daß im Etat des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bald nichts mehr gehe, weder in der Strukturpolitik noch in der Sozial- und Steuerpolitik, heißt es in einer DBV-Pressemitteilung. Die Verantwortung für derartige Entscheidungen könne die Politik nicht auf dem Berufstand abwälzen. (GH)
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