Eine gesetzliche Verankerung des Schutzes von Agrarflächen fordert der Deutsche Bauernverband (DBV). Er sucht dazu Verbündete in Gesellschaft und Politik. „Es mangelt nicht an Willensbekundungen. Was fehlt, ist ein Masterplan", betonte Gerd Sonnleitner heute vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Eine wirksame Schutzklausel für landwirtschaftliche Flächen sei nötig. Anderenfalls fürchtet der DBV-Präsident, dass der Flächenschutz in der Abwägung mit anderen Planungen auch künftig den Kürzeren ziehen werde. Nach Angaben des DBV gehen in Deutschland durch Versiegelung und Überbauung täglich noch 87 ha Agrarland verloren. „Damit liegen wir weit von dem 30-Hektar-Ziel der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie entfernt", mahnte Sonnleitner vor den Bundestagsabgeordneten.

Als Alternative regte Sonnleitner eine verstärkte Innenentwicklung von Kommunen und die Entsiegelung ungenutzter Areale an. Außerdem sei ein „intelligenterer und flächenschonenderer" Ausgleich bei Naturschutzmaßnahmen erforderlich. Mehr als 210.000 Bürger haben die DBV-Petition zum Flächenschutz unterstützt. (az)
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