Der Deutsche Bauernverband (DBV) drängt die Bundesregierung, mehr für den Erhalt von landwirtschaftlichen Flächen zu tun. Agrarministerin Ilse Aigner soll das Thema anpacken. Für den DBV gehen die bisherigen Bemühungen der Bundesregierung, den Verlust landwirtschaftlichen Bodens in Deutschlands einzudämmen, nicht weit genug. Aigner solle sich dem Schutz des Bodens genauso annehmen, wie sie es derzeit mit der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung tut, forderte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner heute vor Journalisten in Berlin. Vom Bundeslandwirtschaftsministerium erwartet der DBV vor allem, dass es eine Klausel im Landwirtschaftsgesetz schafft, die besagt, dass landwirtschaftliche Flächen zu schützen und zu mehren sind.

Auch innerhalb der Energiewende tut die Bundesregierung nach Ansicht des DBV immer noch zu wenig, um landwirtschaftliche Flächen zu erhalten. „Wenn alles so bleibt, wie es ist, werden 400.000 ha Ausgleichsflächen für den Netzausbau anfallen", prognostizierte Sonnleitner heute. Der DBV hat im Herbst 2011 Vorschläge, wie Flächen über verschiedene Gesetze geschützt werden können, vorgelegt. (sta)
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