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Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die beabsichtigten überproportionalen Sparmaßnahmen bei Landwirtschaftlichen Fakultäten oder gar ihre Schließung infolge von Haushaltskürzungen in den Ländern scharf kritisiert. "Die Studenten und Professoren haben Recht, wenn sie gegen die Zerschlagung der Lehre und Forschung von Agrarfakultäten demonstrieren. Unsere Agrarfakultäten haben erhebliche Bedeutung für die Entwicklung und damit die Arbeitsplätze in der heimischen Land- und Ernährungswirtschaft. Sie machen mit modernen Ausbildungsstrukturen junge Menschen aus Deutschland und aller Welt fit für ein breites Berufsspektrum", wird DBV-Präsident Gerd Sonnleiter in einer Pressemitteilung des Verbandes zitiert.

Eine moderne, fächerübergreifende Verknüpfung vor allem bei der Forschung könne weitere Struktur- und Effizienzverbesserungen ermöglichen. Die angespannte Situation der öffentlichen Haushalte verlange zweifellos Einsparungen und eine effektive Ausgabenpolitik, betonte Sonnleitner. Doch müsse die Politik bei den Sparmaßnahmen auf eine gerechte Lastenverteilung auf alle Hochschulen und Fakultäten achten, sodass die in Wissenschaft und Agrarwirtschaft hoch renommierten Fakultäten erhalten blieben. Gefährdet seien gegenwärtig vor allem die Fakultäten in Göttingen, Halle und Berlin. (ED)

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