Erfahrungsaustausch

DBV geht Hürden für mehr Naturschutz an

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Der Deutsche Bauernverband (DBV) stellt sein Naturschutzmanagement unter das Motto „Von Bauern für Bauern“. Der DBV entwickelt hierzu im Rahmen des Verbundprojektes „Lebendige Agrarlandschaften – Landwirte gestalten Vielfalt“ modellhaft ein Naturschutz-Informations-Netzwerk in verschiedenen Regionen. Dabei sollen Landwirte mit Erfahrungen im produktionsintegrierten Naturschutz eine Mittlerfunktion für Berufskollegen übernehmen, um vorhandene Aktivitäten stärker zu vernetzen. (az)
„Die Landwirte integrieren in ihren Betrieben immer stärker verschiedene Maßnahmen zum Naturschutz und sind stolz auf diese Naturschutzleistungen.“ Eberhard Hartelt, Umweltbeauftragter des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Präsident des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd, stellt in Aussicht, dass sich seine Berufskollegen künftig sogar noch stärker engagieren wollen. Bei einem Fachforum zum Thema Naturschutzberatung mit Landwirten mahnte allerdings Prof. Werner Wahmhoff von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt konkretere Schutzziele im Naturschutz an. Auf dieser Basis müssten gezielte Maßnahmen entwickelt werden.

Außerdem berichteten Landwirte und Naturschützer, dass vielfach der bürokratische Aufwand und drohende Sanktionen als massive Hindernisse für praktische Maßnahmen im Wege stünden. Außerdem wünschen sich Landwirte Angebote, die mit einer persönlichen und individuellen Beratung einhergehen. Bevorzugt würden Maßnahmen, die sich bei Berufskollegen bereits bewährt hätten. Diesen Ansatz verfolgt auch das DBV-Konzept zum Naturschutzmanagement „Von Bauern für Bauern“ (siehe Kasten).

Die Beiträge des Fachforums werden auf der Internetseite des DBV veröffentlicht. (mrs)




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