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Betriebe, die in den letzten Wochen Rinder, Schafe oder Schweine aus England gekauft haben und noch nicht untersucht wurden, sollten sich umgehend bei den zuständigen Kreisveterinärbehörden melden. Das gilt auch für Pferdetransporte, empfiehlt der Deutsche Bauernverband (DBV). Vorsichtsmaßnahmen seien erforderlich, um eine Einschleppung der Maul- und Klauenseuche (MKS) aus England zu verhindern. Zurzeit werden in Deutschland sechs Betriebe beobachtet, die MKS-empfängliche Tiere aus England bezogen haben. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) mitteilt, sind in den vergangenen sechs Wochen insgesamt 39 Schafe und ein Bulle in deutsche Betriebe geliefert worden. Die Schafe sind auf sieben Betriebe in Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen verteilt worden. Der Bulle ist an einen Zuchtbetrieb in Schleswig-Holstein geliefert worden. Alle Empfängerbetriebe sind bislang klinisch unauffällig und stehen unter amtlicher Beobachtung. Das Friedrich-Loeffler-Institut konnte für die ersten Betriebe bereits Entwarnung geben.

Zwar gibt es keinen konkreten Verdacht in Deutschland, aber jeder Betrieb sollte aufmerksam seinen Tierbestand, insbesondere auch zugekaufte Tiere auf die bekannten Symptome hin untersuchen, rät der DBV weiter. Darüber hinaus sollten alle Transportbewegungen von Rindern und Schweinen unverzüglich in die HIT-Datenbank eingegeben werden. (ED)

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