Milchmarkt

DBV stellt Vorreiter-Molkereien heraus

Der Milchsektor muss sich für die Zukunft wappnen, hat der DBV-Fachausschuss Milch, der in dieser Woche erstmalig unter Vorsitz von Karsten Schmal tagte, gefordert. Doch bei dieser Aussage allein will es das Gremium nicht belassen. So werden jetzt ganz konkret Molkereien benannt, die in der Lage waren, auf die Turbulenzen am Milchmarkt zu reagieren. 

Das seien beispielsweise Friesland Campina sowie Müller Milch, die in den vergangenen Monaten auch kurzfristig mit Preismodellen auf aktuelle Marktentwicklungen reagiert haben, sagt eine DBV-Spercher gegenüber agrarzeitung.de. Sie hätten damit Alternativen zum im Milchsektor gängigen einheitlichen Basispreis umgesetzt. 

Darüber hinaus begrüßt es der Fachausschuss Milch, dass nun auch endlich deutsche Molkereien zunehmend an Warenterminbörsen agierten, um den wachsenden Preisschwankungen begegnen zu können. Als Beispiel werden die Molkereien Frischli und Ammerland genannt, die konkret an Modellen arbeiteten, von denen letztlich die Milchbauern dieser Molkereien profitieren könnten. Ziel dieser Aktivitäten sei es, zumindest für einen Teil der Milchanlieferung verlässlichere Angaben über die künftigen Erzeugerpreise machen zu können.

Auch stellte der DBV heraus, dass die Molkerei Omira in Süddeutschland als erste größere deutsche Molkerei back-to-back-Vereinbarungen anbietet. Auch mit diesen Vereinbarungen zwischen Milchbauern, Molkereien sowie Kunden der Molkereien könnten verlässlichere Angaben über die künftigen Milchpreise erzielt werden. (kbo)
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