Der Deutsche Bauernverband (DBV) will höhere Entschädigungen für Landwirte beim Energieleitungsbau erreichen. Dafür erhöht er den Druck auf die Bundestagsabgeordneten, dies bei den Gesetzen zur Energiewende zu berücksichtigen. Für das Netzausbaubeschleunigungsgesetz, dass kommende Woche beschlossen werden soll, wünscht sich der DBV Zusagen für Landwirte, auf deren Grundstücken neue Hochspannungsleitungen gebaut werden sollen. „Während von den Netzbetreiberunternehmen gegenüber Kommunen ein erheblicher Ausgleichsbetrag je Kilometer Höchstspannungsleitung anerkannt werden soll, wird wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass Land- und Forstwirte enteignet und nach Aufopferungsgrundsätzen entschädigt werden", sagte DBV-Generalsekretär Helmut Born am Mittwoch vor Bundestagsabgeordneten in Berlin. Der derzeitige einmalige Entschädigungsausgleich von 10 bis 20 Prozent des Verkehrswertes sei zu wenig. Außerdem will der DBV erreichen, dass weniger Ausgleichsflächen für den Naturschutz verwendet werden. Der DBV fordert eine Änderung der Eingriffsregelung im Bundesnaturschutzgesetz, damit die Kompensation beim Netzbau keine weitern Flächen nutzt.

Um diese Ziele zu unterstreichen, startete der Verband eine Aktion, bei der er mit Schildern mit der Aufschrift „Stoppt Landfraß" und „Landwirtschaftsschutzgebiet" Aufmerksamkeit erregen will. Auf dem Deutschen Bauerntag 2011 in der nächsten Woche in Koblenz soll diese Aktion verstärkt werden. (sta)
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