Milchkrise

DBV will Lieferbeziehungen neu ordnen


Nach Ansicht des Deutsche Bauernverbandes (DBV) gehören zu einer Unterstützng der vom Preisverfall betroffenen Milcherzeuger nationale unbürokratisch zugängliche Liquiditätshilfen, Bürgschaftsprogramme sowie Entlastungen bei der Sozialversicherung und im steuerlichen Bereich.

Dringenden Handlungsbedarf sieht der DBV zudem beim Thema Lieferbeziehungen, das zwischen den Marktteilnehmern angegangen werden müsse. Eine allgemeinverbindliche Regulierung von Produktionsmengen lehnt der Verband weiter ab. Entscheidungsträgern sollte bewusst sein, dass in diesen Wochen in Deutschland mengenmäßig so viel Milch erzeugt wird wie im Jahr 2014. Vor zwei Jahren wurden jedoch Erzeugerpreise in Höhe von 40 Ct/kg erzielt, während sie im Moment bei nur noch knapp über 25 Ct/kg liegen. Die aktuelle Marktsituation sei also nicht ausschließlich in den Produktionsmengen begründet, stellte der DBV dar.

In der Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern fand diese Woche ein kleiner Milchgipfel statt. Hier wurden unterschiedliche Modelle zur Neugestaltung der Milchabnahmeverträge diskutiert. Eine Änderung des § 148 schwebt Dr. Till Backhaus vor. Im Gespräch mit agrarzeitung.de will er seinen Amtskollegen zur AMK in Göhren-Lebbin Änderungen des Paragraphen vorschlagen. (SB)
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