Mit neuer Energie will der Deutsche Bauernverband (DBV) eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage für Landwirte erwirken. Bisher ist die Unterstützung von der Politik gering. „Die Politik sollte uns helfen, uns auf die Turbulenzen an den Agrarmärkten einzustellen", sagte DBV-Generalsekretär Helmut Born heute vor Journalisten in Berlin. Ab Herbst will der DBV die Bundestagsfraktionen und den Finanzausschuss von einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage überzeugen. Die Rücklage solle sich am Umsatz der Landwirte festmachen. „Unsere Vorstellung ist es, bezogen auf die Umsätze 20 bis 30 Prozent Schwankungsreserve zu bilden", erläuterte Born. Dies würden laut DBV etwa 20 bis 30 Mio. € Steuerausfälle bedeuten. „Das sind Peanuts", so Born.

Bisher gibt es allerdings kaum politische Unterstützung für die Forderung. Bereits in den Koalitionsverhandlungen im vergangenen Jahr hatte die Regierung die Forderung abgewiesen. Auf Grund der knappen Haushaltskasse sind alle Vorhaben, die nicht im Koalitionsvertrag stehen, sehr unwahrscheinlich. „Ich sehe das als sportliche und gerechtfertigte Herausforderung", kommentiert Born die Chancen und gibt zu, dass es in der Politik bisher nur Ablehnung zur steuerfreien Risikoausgleichsrücklage gäbe. (sta)
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