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Dr. Bernd Thiemann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Genossenschaftsbank AG (DG Bank), Frankfurt a.M., hat den Aufsichtsrat am Dienstag darum gebeten, von seinen Aufgaben entbunden zu werden, wie das Unternehmen mitteilt. In einer persönlichen Erklärung vor Journalisten in Frankfurt begründete Thiemann seine Entscheidung mit dem Wunsch, durch diesen persönlichen Verzicht die weiteren Schritte auf dem Weg zum geplanten Zusammenschluss von DG Bank und Genossenschaftszentralbank (GZ-Bank), Frankfurt a.M., zu erleichtern. "Ich will, dass diese Fusion ein Erfolg wird und mache deshalb den Weg frei für schnelle, überzeugende Personalentscheidungen, damit die Leitungsfunktionen der neuen Bank besetzt werden können", sagte Thiemann.

Eine Grundsatzvereinbarung über den Zusammenschluss von DG Bank und GZ-Bank wird gegenwärtig von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe beider Häuser vorbereitet. Sie soll am 20. März dem Aufsichtsrat der DG Bank zur Billigung vorgelegt werden. Bernd Thiemann hatte 1991 in schwieriger Situation den Vorstandsvorsitz des genossenschaftlichen Spitzeninstituts übernommen. Unter seiner Führung konnte die DG Bank nach eigenen Angaben die Sanierungslasten aus der Schieflage Anfang der neunziger Jahre abbauen und ihre Dividendenfähigkeit wiederherstellen. (ED)
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