DLG-Feldtage: BayWa-Vorstand bezeichnet Greening als „Bärendienst“

Die deutsche Landwirtschaft kann von der weltweit steigenden Nachfrage nach Agrarrohstoffen profitieren. Dafür müssen aber die politischen Rahmenbedingungen stimmen, sagt BayWa-Vorstand Dr. Josef Krapf.
Um von den günstigen, globalen Nachfragetrends zu profitieren, sei eine „verlässliche Gesetzgebung“ notwendig, sagte Krapf am Mittwoch auf den DLG-Feldtagen in Bernburg. Er forderte zudem „erhebliche Forschungsanstrengungen“, um „den Produktivitätsvorsprung in der deutschen und europäischen Landwirtschaft“ sicherzustellen.

Krapf kritisierte das im Zuge der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik in der EU geplante Greening. Nachhaltigkeit spiele in der hiesigen Landwirtschaft zwar eine große Rolle. „Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Lebensmitteln und Energie können wir es uns aber nicht leisten, wertvolle Ackerfläche zu vergeuden. Damit würde man dem Umweltschutz einen Bärendienst erweisen“, stellte der BayWa-Vorstand fest mit Blick auf die Forderung von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos, 7 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche als ökologische Schutzareale aus der Produktion zu nehmen. (pio)
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