Deutschland als Wissensstandort sollte sich der Forschung an moderner Pflanzenzüchtung nicht verschließen. Diese Forderung sendet ein breites Bündnis von den DLG-Feldtagen.

Über gentechnisch veränderte Pflanzen und deren Anwendung werde viel zu wenig aufgeklärt, ist Dr. Hermann Onko Aeikens, Landwirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, überzeugt: „Gentechnik hat schon längst Einzug in unseren Alltag gehalten.“ In Futtermitteln, in Baumwolle und sogar in Banknoten seien Produkte aus gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten.

Dennoch bestehe eine unerklärliche Angst vor Gentechnik auf dem Acker, stellt Prof. Inge Broer von der Universität Rostock fest. Derzeit gebe es keine öffentliche Förderung für Freisetzungsversuche, kritisiert sie. Dabei könne nur in solchen Versuchen festgestellt werden, wie Sorten im Freiland reagieren und welchen Nutzen sie für die Landwirtschaft bringen könnten. Dem stimmte Werner Schwarz, Präsident des Landesbauernverbands Schleswig-Holstein, zu. Er rät aber vom Anbau in Deutschland ab, solange die Haftung bei Auskreuzungen ungeklärt sei. (brs)
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