Der Absatz von Kalidüngemitteln ist in diesem Jahr in Deutschland rückläufig. Indien fällt als wichtiger Käufer aus. Die starken Preisschwankungen bei Phosphat- und Stickstoff beeinflussten in diesem Frühjahr auch den Absatz von Kali- und Magnesiumdüngern negativ.

Vor allem der Handel bestelle nur noch Kalimengen, die tatsächlich bis zum Landwirt durchgehandelt werden, erläuterte Cornelia Schröter, Leiterin Vertrieb K+S Kali GmbH bei den DLG-Feldtagen. Dennoch sei der Verbrauchsrückgang bei Kalidüngern überschaubar. Schröter führt dies auf die stabilen, verlässliche Preispolitik bei Kalidüngern zurück.

Seit Mitte Mai verlaufe die Einlagerung zufriedenstellend. Schröter geht davon aus, dass bei normalen Witterungsbedingungen die Rapsfläche in diesem Herbst wieder zunehmen könnte. Daraus resultiere eine höhere Nachfrage nach Kali- und Magnesiumdüngern.

Auch weltweit wird der Verbrauch 2012 das Vorjahresniveau von 60 Mio. t Kalidüngern nur knapp erreichen. Ein großer Unsicherheitsfaktor sei Indien. Eine Änderung der Subventionspolitik in Indien führte dazu, dass die Farmer sehr viel mehr Geld für Dünger ausgeben müssen. Somit dürfte der Verbrauch in Indien in diesem Jahr rund 4 Mio. t erreichen nach 6 Mio. t in den Vorjahren. (az)
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