Die Saaten-Union präsentiert die breit ausgelegten Zuchtprogramme ihrer Züchter. Erfahrungen mit neuen Sorten kommen über ein  Pilotprojekt früh in die Praxis.

Das Saatgut-Unternehmen möchte sich mit 16 neuen Getreidesorten für die Zukunft  wappnen. Mit der Ausdehnung der deutschen Getreidevermehrungsfläche auf 20.000 ha will die Saaten-Union ihren Marktanteil außerdem von aktuell 20 auf 25 Prozent ausbauen.
Markus Iken, Geschäftsführer der Saaten-Union GmbH, Isernhagen, misst sich allerdings im europäischen Maßstab. Er strebt an, dass die Saaten-Union als eine von fünf Vertriebsfirmen den europäischen Getreidemarkt bestimmen wird. Neben neuen Sorten für Wintergerste, Winterweizen sowie Winterroggen sollen die zahlreichen entwickelten Zwischenfruchtsorten zu diesem Ziel beitragen.

Um die Zuchtfortschritte beim Getreide zu optimieren, startete die Saaten Union das Pilotprojekt SU BestSeed. Vermehrer und Testanbauer sollen in diesem Onlineportal ihre Erfahrungen mit den neuen Sorten dokumentieren. Besonderheiten der Vegetationsentwicklung, die Anbauvoraussetzungen und das Ernteergebnis werden in die Datenbank einfließen. Von den Ergebnissen soll das Netzwerk bereits zur Herbstaussaat 2012 profitieren.

Die Berater der Saaten-Union berichten von Gesprächen auf den DLG-Feldtagen, dass die Fragen der Landwirte sich konzentrieren. Praktiker wollen häufig wissen, welche Sorten winterhart sind und welche Sorten Frühjahrstrockenheit gut aushalten. Außerdem wird vermehrt nach der Vermarktungssicherheit gefragt. (hed)
stats