Eine weitere Verschärfung der Kontrollsysteme auf Grund der Funde von Dioxin in Futter- und Lebensmitteln ist nicht zwingend nötig. Vielmehr müssten die bereits vorhandenen weiter optimiert werden, urteilen Teilnehmer während der Wintertagung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) heute in München, zu der die DLG Vertreter der Futtermittel- und Lebensmittelbranche sowie Behördenvertreter eingeladen hatte. Aus Sicht der Landwirte hat auch das System der Eigenkontrolle funktioniert. Nach wie vor ist nicht klar, woher das Dioxin stammt. Hier gilt es, weitere Ermittlungen abzuwarten. Wichtig für die Verbraucher sei es, so die Expertenkommission in München, dass für den Verbraucher zu keinem Zeitpunkt eine realistische Gefahr bestand. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin bescheinigte, dass die Dioxinbelastung in der freien Natur höher ist, als diese derzeit durch die Verunreinigung in den Lebensmitteln vorkommt. Den betroffenen Landwirten empfahlen die Experten, sich schnellstmöglich juristisch beraten zu lassen. Die Haftungsproblematik sei äußerst umfangreich. (ai)

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