Molkereifusion

DMK Group übernimmt DOC Kaas


Mit einer großen Mehrheit von 93,5 Prozent haben heute die Mitglieder der niederländischen Milcherzeuger-Genossenschaft DOC Kaas B.A. zugestimmt, dass der Käsehersteller DOC Kaas B. V. an die deutsche DMK Group geht. Zudem wurde vereinbart, dass die Genossenschaft ihre Milch in Zukunft an die DMK Group liefert. Die Niederländer produzierten 2014 in zwei Werken in Hoogeveen 132.000 t Käse. Der Netto-Umsatz betrug 558 Mio. €. Der DMK-Umsatz (5,3 Mrd. €) steigt durch die Übernahme um gut 10 Prozent.

1 Mrd. Liter Milch für die DMK Group

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Das Unternehmen DOC Kaas B.V. wird eine Tochtergesellschaft von DMK, aber seinen Namen und seine Identität behalten, teilte die DMK Group mit. Die Genossenschaft DOC Kaas erhält durch Anteile an der DMK Group ein Mitspracherecht im fusionierten Unternehmen und wird mit einem Mitglied im DMK-Aufsichtsrat sowie mit zwei Mitgliedern in der Gesellschafterversammlung vertreten sein. Die Mitglieder von DOC Kaas bleiben Mitglieder ihrer Genossenschaft. Für die rund 1 Mrd. Liter Milch werde die DMK den DOC-Kaas-Genossen den gleichen Preis zahlen, wie den eigenen Mitgliedern und Milcherzeugern, versichert die deutsche Seite.

Kartellbehörden prüfen Fusion

Die Gremien der DMK Group hätten die Fusionspläne bereits für gut befunden. Alle gefassten Beschlüsse gelten vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Es wird erwartet, dass der Prozess Ende 2015 abgeschlossen sein wird und die Fusion zwischen DOC Kaas und der DMK Group am 1. Januar 2016 in Kraft treten kann. DOC Kaas vermarktet seinen Käse weltweit mithilfe der Eigenmarke „Dutch Original Cheese“.

Hochwald wirbt vergeblich

An der Übernahme von DOC Kaas war ebenfalls die Molkerei A-Ware interessiert, die zusammen mit dem Partner Fonterra eine niederländische Lösung angeboten hatte. Auch Hochwald hatte den Genossenschaftsmitgliedern ein Angebot gemacht. Der Chef der DMK Group Dr. Josef Schwaiger hatte nun im zweiten Anlauf Erfolg. Vor vier Jahren waren die Übernahmepläne gescheitert, weil sich in der niederländischen Genossenschaft keine ausreichende Mehrheit für die Fusion fand. (SB)

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