Bestätigung

DMK-Molkereien machen dicht

Das übergeordnete Ziel der DMK Group sei es laut eigenem Bekunden, einen wettbewerbsfähigen Milchpreis an die Erzeuger auszuzahlen. Mit der organisatorischen Neuaufstellung im Sommer 2017 hat der Konzern bereits die Grundlage geschaffen, Abläufe einfacher zu organisieren, sich marktgerecht aufzustellen und näher am Kunden zu sein.

Aber auch interne, organisatorische Veränderungen sind laut DMK notwendig. In diesem Zusammenhang soll die Produktion in den Werken Rimbeck (Nordrhein-Westfalen) und Bad Bibra (Sachsen-Anhalt) nicht mehr weitergeführt werden. Grund hierfür seien insbesondere die Ende 2017 wirksam werdenden Kündigungen von Milchmengen. Außerdem werde am Standort Nordhackstedt (Schleswig-Holstein) die Konfektionierung (Käseaufschnitt) eingestellt. Die Schließungen würden frühestens im 1. Quartal 2018 erfolgen, in Nordhackstedt frühestens Mitte 2018.

Von den Maßnahmen betroffen ist auch das Werk in Bergen auf Rügen, das spätestens in der 2. Jahreshälfte 2019 dicht gemacht werden soll. Auslöser hier seien die zu hohen Produktionskosten des „Rügener Badejunge", einer beliebten ostdeutschen Weichkäse-Sorte. Diesen Maßnahmen hat der Aufsichtsrat den Angaben zufolge am Montagabend mehrheitlich zugestimmt. (Sz)
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