Die im März 2015 von Deutschen Milchkontor (DMK) und DOC Kaas bekanntgegebene Absicht einer Fusion stößt auf Schwierigkeiten. In einer heutigen Stellungnahme, die agrarzeitung.de vorliegt, bekräftigt der Sprecher der DMK-Geschäftsführung, Dr. Josef Schwaiger, die aus seiner Sicht möglichen Vorteile des Zusammenschlusses. Schwaiger reagiert damit auf ein aktuelles Angebot der niederländischen Molkerei Royal A-Ware, welche durch eine Fusion mit DOC eine so genannte „niederländische Alternative" entwickeln wolle. Dieses Vorgehen solle offenbar den ursprünglich geplanten Zusammenschluss von DMK und DOC verhindern.

Regionale Produkte international etablieren

Eine „verantwortungsvolle, langfristig ausgerichtetete Unternehmensplanung kann sich, wenn sie in Zeiten der Internationalisierung erfolgreich sein will, nicht mehr an nationalen Modellen orientieren", so Schwaiger. Produkte regionaler Herkunft, allen voran Milchprodukte und Käse, werden nach Einschätzung von Schwaiger an heimischen Märkten immer mehr unter Druck geraten, während sie an den internationalen Märkten erst entdeckt würden. Der angestrebte Zusammenschluss von DMK  und DOC verfolge und ermögliche das Ziel, regionale Produkte an attraktiven internationalen Märkten zu etablieren.

Die Mitglieder der genossenschaftlichen Molkerei DOC Kaas sollen auf ihrer Hauptversammlung am 21. Mai 2015 über den Zusammenschluss mit DMK entscheiden. (jst) 
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