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Die schwierige Lage auf dem Milchmarkt, die Kündigungen der Milchviehhalter auf der Insel Rügen, die das DMK-Werk beliefert haben und der Rekonstruktionsprozess des DMK führen seitens des Unternehmens dazu, den Standort innerhalb der nächsten zwei Jahren zu schließen. So beschreibt der Agrarminister in Mecklenburg-Vorpommern die Mitteilung von DMK, in Bergen aufzuhören. 56 Arbeitsplätze sind dort gefährdet. Doch damit nicht genug. Die DMK in Bremen plant noch weitere Schließungen. Sie will auch die Werke in Rimbeck und Bad Bibra nicht mehr weiterführen. Grund hierfür sind die Kündigungen von bis zu 1,7 Mrd. kg Milch in den kommenden beiden Jahren. Aus demselben Beweggrund soll am Standort Nordhackstedt in Schleswig-Holstein die Konfektionierung von Käseaufschnitt eingestellt werden. Die Schließungen würden frühestens im ersten Quartal 2018, in Nordhackstedt frühestens Mitte 2018 erfolgen. Betroffen sind rund 270 Mitarbeiter. Der Betrieb in den über 20 verbleibenden Standorten der DMK GROUP in Deutschland und den Niederlanden mit rund 7.000 Mitarbeitern sei von den Maßnahmen nicht betroffen.

Rügener Badejunge mit Zukunft

Badejunge bleibt Osten erhalten
Die Herstellung des „Rügener Badejunge“ wird auf den Standort Altenburg verlagert und verbleibt somit in den neuen Bundesländern. In der modernen Käserei werden die Produkte nach Investitionen in Technik, Gebäude und Personal nach Originalrezepturen und in gewohnter Qualität hergestellt.
Die beiden Partner DMK und Rotkäppchen Peter Jülich GmbH & Co. KG seien sich über die Tragweite der Entscheidung bewusst und bedauern diese außerordentlich, sehen allerdings keine wirtschaftlichen Alternativen.
Aktuell verarbeiten 56 Mitarbeiter im Bergener Werk jährlich rund 50.000 t Milch zu Butter, Camembert und Molke. (da)
Der beliebte Weichkäse  „Rügener Badejunge“ wird künftig nicht mehr im DMK-Werk in Bergen auf Rügen produziert, sondern im Rotkäppchen-Werk in Altenburg in Thüringen produziert. Die DMK GROUP plant, den Standort in Bergen zu schließen. Dies teilte DMK am Mittwoch spätnachmittag mit. Die Produktionskosten seien zu hoch, begründet die Konzernzentrale in Bremen den Grund, den Badejungen nicht mehr herzustellen. Das jährliche Defizit für die DMK Group betrug zuletzt rund 2 Mio. €. Das Ergebnis einer umfassenden Analyse zeigt zum einen, dass selbst hohe Investitionen in eine Modernisierung des Werkes nicht zu wettbewerbsfähigen Produktionskosten führen würden. Die DMK Group und die Rotkäppchen Peter Jülich GmbH & Co. KG gehen spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2019 getrennte Wege, heißt es weiter. Der DMK-Aufsichtsrat muss den Planungen noch zustimmen. (da)
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