Ab dem Anbaujahr 2017 fallen die hoheitlichen Zuckerquoten und der EU-weit einheitliche Rübenmindestpreis weg. Damit müssen sämtliche Vertragsbedingungen für den Anbau und die Lieferung von Zuckerrüben in Branchenvereinbarungen festgelegt werden. Das hatten EU-Kommission, Agrarministerrat und das Europäische Parlament im Rahmen der Zuckermarktreform beschlossen.

Diese darf der DNZ nun offiziell mit der Nordzucker AG verhandeln: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat dem DNZ laut einer Meldung des Verbands bestätigt, dass er das Verhandlungsmandat im Sinne der entsprechenden EU-Verordnung bekommen hat. Dies nennt sich „Verkäuferverband“.

Durchschnittliche Ernteerwartungen

Die bevorstehende Rübenernte dürfte laut DNZ einen durchschnittlichen Zuckerertrag von etwa 12 t/ha ergeben. Im Vorjahr lag dieser noch bei 14,2 t/ha. Aufgrund der anhaltend schlechten Absatzmöglichkeiten habe man die Anbaufläche im Verbandsgebiet um mehr als 20.000 ha zurückgenommen, deshalb dürfte die Zuckerproduktion im aktuellen Jahr deutlich niedriger ausfallen, prognostiziert der Verband. (az)
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