Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) und die Nordzucker AG, Braunschweig, einigen sich über die Modalitäten der Rübenkampagne 2012.

Rübenlandwirte im Einzugsgebiet der Nordzucker AG erhalten für Quotenrüben mit einem Standard-Zuckergehalt von 16 Prozent einen Preis von 43,50 €/t. Der Grundpreis liegt um 17,21 €/t über dem EU-Rübenmindestpreis. Der durchschnittliche Auszahlungspreis inklusive sämtlicher Zu- und Abschläge beträgt damit knapp 58 €/t.

Für alle Industrievertragsrüben wurde, unabhängig von den individuell vereinbarten Preismodellen und Vertragslaufzeiten, ein Basispreis von 26,29 €/t bei 16 Prozent Zuckergehalt vereinbart. Inklusive Zu- und Abschläge liegt der durchschnittliche Auszahlungspreis für alle außerhalb der Quotenmenge vertraglich gebundenen Rüben damit bei etwas über 37 €/t. 

Für außerhalb der Vertragsmengen gelieferte Überrüben haben sich Nordzucker und DNZ auf eine differenzierte Bezahlung geeinigt. Für I1-Überrüben im Umfang von bis zu 20 Prozent der Quotenmenge liegt der Auszahlungspreis bei gut 34 €/t. Die restlichen I2-Überrüben erzielen etwa 21,50 €/t. Ergänzend dazu wird die Möglichkeit des Überrübenvortrags auf das neue Anbaujahr deutlich erhöht. Alle Rübenanbauer können nun Überrüben im Umfang von maximal 20 Prozent der Quotenmenge (bisher nur 5 Prozent) zu Quotenrübenkonditionen auf das neue Anbaujahr vortragen.

Aufgrund der guten Vermarktungsmöglichkeiten für Quotenzucker zahlt Nordzucker nachträglich einen Bonus für alle in der Kampagne 2011 gelieferten Quotenrüben in Höhe von 1,50 €/t. Mit Blick auf das neue Anbaujahr forderte Nordzucker die Rübenanbauer zur Zurückhaltung bei der Anbauflächenplanung auf. (az)

 

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