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Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) schätzt, dass die Getreideernte 2008 bei 46,6 Mio t liegen wird. Das bedeute gegenüber 2007 einen Zuwachs von 6 Mio. t oder 15 Prozent, erklärte der DRV am heutigen Mittwoch anlässlich seines Verbandstages in Berlin. Dazu hätten vor allem höhere Durchschnittserträge beigetragen, die rund 9 Prozent über dem witterungsbedingt sehr viel ungünstigeren Vorjahr liegen. Zum anderen sei die Anbaufläche für Getreide um 7 Prozent erweitert worden. Die teilweise gravierenden Einbußen durch die Trockenheit in den nordöstlichen Bundesländern würden durch die deutlich besseren Aussichten in den südwestlichen Regionen kompensiert, hieß es weiter. “Da die erwartete Ernte über dem inländischen Bedarf liege, werde Deutschland 2008 wieder Getreide exportieren können.

Im Rückblick auf das Jahr 2007 erzeilten die DRV-Genossenschaften mit einem Gesamtumsatz von 40,2 Mrd € ein Plus von 8,9 Prozent. „Das gute Ergebnis basiert auf konjunkturellen Einflüssen, einer höheren Investitionsbereitschaft sowie Preissteigerungen bei pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen, insbesondere der Milch“, erklärte DRV-Präsident Manfred Nüssel heute in Berlin. Umsatzstärkste Sparte war die Warenwirtschaft mit 19 Mrd. €. Die Milchwirtschaft setzte 11,4 Mrd. € um, die Vieh- und Fleischwirtschaft 4,2 Mrd. €. (gk)

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