Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) lehnt den Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast zu prophylaktischen Zwecken und als Mittel zur Wachstumsförderung entschieden ab. Zur Behandlung von Krankheiten seien Antibiotika jedoch weiterhin unerlässlich, lautet das Fazit des neu eingerichteten DRV-Workshops ‚Tierschutz’ auf der heutigen genossenschaftlichen Vieh- und Fleischtagung in Montabaur. Der erhöhte Einsatz von Antibiotika resultiere auch aus der Zunahme der Tierbestände. Pro Tier würden heute weniger Arzneimittel als früher eingesetzt. Im Rahmen des Workshops wurde ein Positionspapier zum Tierschutz angekündigt. Hierzu benötige man die Unterstützung von Universitäten, hieß es.

In einer Stellungnahme kamen die Teilnehmer des Workshops zu dem Schluss, dass die Ferkelkastration vorübergehend notwendig bleibe. Allerdings müsse sie unter dem Einsatz von schmerzstillenden Mittel erfolgen. Langfristig soll jedoch die Ebermast forciert werden. Auch das Kupieren der Schwänze von Ferkeln lasse sich nicht gänzlich vermeiden. Tiertransporte dürften 8 Stunden nicht überschreiten, lautete ein weiteres Ergebnis des Workshops. (St)
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