DRV erwartet mäßige Ernte

Wegen der anhaltenden Trockenheit in vielen Regionen senkt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) die Prognose zur Getreide- und Rapsernte. Ein unterdurchschnittliches Ergebnis ist wahrscheinlich. Der DRV rechnet in seiner April-Prognose mit einer Getreideernte 2011 von etwa 44,1 Mio. t. Sie wäre etwas kleiner als im Vorjahr und würde das Fünfjahresmittel um 4 Prozent verfehlen. In seiner März-Schätzung hatte der DRV noch eine Ernte auf Vorjahreshöhe prognostiziert. Jetzt geht der Verband davon aus, dass die Frühjahrstrockenheit die Erträge geschmälert hat.

Für Winterraps ist der DRV noch pessimistischer, da hier regional hohe Auswinterungsschäden mit Frühjahrstrockenheit zusammentreffen. Deswegen erwartet der Verband nur noch eine deutsche Rapsernte von 5,2 Mio. t, die 9 Prozent kleiner als im Vorjahr wäre. Gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt würde der Rückgang 5 Prozent betragen. Der Verband warnt sogar, dass in der aktuellen Prognose möglicherweise nicht das ganze Ausmaß der Spätfröste berücksichtigt ist. Deswegen könnte in der im Mai aktualisierten Ernteschätzung für Raps eine noch niedrigere Zahl stehen. (db)
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