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Eine kurzfristige Entscheidung zur Absenkung der Flächenstilllegungsrate zur Ernte 2008 fordert der Deutsche Raiffeisenverband (DRV). Er begründet die Notwendigkeit damit, dass alles Potenzial zur Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln in Europa voll ausgeschöpft werden müsste, um die zunehmende Nachfrage nach Rohstoffen für den Nahrungs- und Futtermittelbereich ebenso wie für den Bio-Energiesektor zu bedienen. "Die anhaltende Verknappung des Rohstoffangebots durch die obligatorische Stilllegung von fruchtbaren Ackerflächen ist nicht mehr zu vertreten", unterstreicht DRV-Präsident Manfred Nüssel in einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer. Mit Blick auf die anstehenden Anbauentscheidungen zur Aussaat im Herbst 2007 sollte nach Auffassung des DRV bereits in der anstehenden Sitzung des EU-Agrarministerrates am 16. Juli eine Beratung über die Absenkung der Stilllegungsrate von derzeit 10 Prozent auf Null zur Ernte 2008 stattfinden. (ED)
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