Der Deutsche Raiffeisenverband erteilt Forderungen der Grünen nach einer Steuerung der Milchmenge eine klare Absage. Die Produktion soll sich am Markt orientieren. 

„Die Steuerung der Milchmenge im europäischen Binnenmarkt ist angesichts globaler Marktentwicklungen ein überholtes Politikmodell", erklärt Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) heute in Berlin. 

Ein Ende der Milchquotenregelung im Jahr 2015 ist seiner Ansicht nach unwiderruflich. Für eine Umkehr dieses Beschlusses oder eine Nachfolgeregelung gebe es keine politischen Mehrheiten in der EU. Vielmehr müsse das Bewusstsein weiter wachsen, dass sich die Milchproduktion am Markt und nicht an den Milchquoten zu orientieren hat. Nüssel zeigte sich überzeugt, dass die genossenschaftlichen Molkereiunternehmen auch künftig den Erfordernissen des Marktes gerecht werden. 

Der agrarpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Friedrich Ostendorff, hatte die Bundesregierung Anfang dieser Woche aufgefordert, eine wirksame Politik zur Steuerung der Milchmenge vorzulegen. (sch)

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