Die genossenschaftlichen Unternehmen im Deutschen Raiffeisenverband e.V. (DRV) ziehen für 2011 eine positive Bilanz. Besonders stark legten die Warengenossenschaften zu. Mit 48,2 Mrd. € Umsatz erzielten die im DRV organisierten Unternehmen ein Plus von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Das Jahr verlief turbulent, aber besser als noch vor Jahresfrist erwartet", sagte DRV-Geschäftsführer Dr. Henning Ehlers heute während der Bilanzpressekonferenz in Berlin.

Die umsatzstärkste Sparte der Genossenschaften war 2011 die Warenwirtschaft mit rund 23 Mrd. € und einem Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Milchwirtschaft hat sich den Angaben zufolge im zweiten Jahr in Folge deutlich erholt und erzielte mit 13,4 Mrd. € Umsatz einen Zuwachs von 12,5 Prozent gegenüber 2010. In der Vieh- und Fleischwirtschaft steigerten die genossenschaftlichen Unternehmen ihren Umsatz um 1,6 Prozent auf 4,9 Mrd. €. Die 811 (Vorjahr: 1.000) dem DRV angeschlossenen Agrargenossenschaften fuhren 2011 mit 1,8 Mrd. € ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Die verbliebenen 5,1 Mrd. € Umsatz entfallen auf die Sparten Obst und Gemüse, Wein und Sonstige.

Für 2012 äußerte sich Ehlers „verhalten optimistisch". Große wirtschafts- und finanzpolitische Unsicherheiten belasteten die ohnehin volatilen Agrarmärkte, sagte er in Berlin. Dennoch bleibe der weltweite Bedarf an Agrarrohstoffen eine Konstante für die Nahrungsmittel- und Energieproduktion. (sch)
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