Kräftig nach unten setzt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) die Erwartungen zur Getreideernte. Massive Auswinterungsschäden sind berücksichtigt. Die deutsche Getreideernte 2012 könnte mit 41,3 Mio. t noch kleiner als im enttäuschenden Vorjahr ausfallen. Im März war der DRV noch einem deutlicheren Anstieg ausgegangen. Erheblich wäre nach der aktuellen Schätzung der Rückgang der Weizenernte um mehr als 5 Prozent. Weniger pessimistisch sieht der DRV die Wintergerstenernte, die etwas höher als im Vorjahr ausfallen könnte. Wachstum zeichnet sich für Roggen ab, der den Winter nach bisherigen Erkenntnissen unbeschadet überstanden hat. Sommergerste profitiert von einer Flächenausdehnung. Für Winterraps rechnet der DRV zurzeit mit einer deutschen Erntemenge von rund 4,3 Mio. t. Das wären 13 Prozent mehr als im Vorjahr, das allerdings ein völlig unbefriedigendes Ergebnis gebracht hatte. (az)
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