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In einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast fordert der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Manfred Nüssel, Künast auf, umgehend die pauschalen Schuldzuweisungen in den Medien zu beenden und weist die erhobenen Vorwürfe zurück. In dem Brief weist Nüssel darauf hin, dass der DRV ein Berufsverband sei, der die Interessen von 3.600 rechtlich selbstständigen Genossenschaften vertrete, jedoch keine Einwirkungsmöglichkeiten auf wirtschaftliche Entscheidungen der Unternehmen habe. Der DRV habe erstmals am 23. Mai über das Bundesverbraucherministerium Informationen über die Nitrofen-Belastung in Futtermitteln erhalten. Darauf hin seien die Mitgliedsgenossenschaften informiert und zu höchster Sorgfalt aufgerufen worden, heißt es in dem Brief weiter. Seither wurden von den Genossenschaften über 100 Proben von Getreide auf Nitrofen untersucht, Belastungen seien aber nicht festgestellt worden. Nach Ansicht von Nüssel wäre es wünschenswert gewesen, wenn die Aufklärung der Nitrofen-Kontamination in einer sachlichen und problemorientierten Atmosphäre in dem von Künast beschworenen "Magischen Sechseck" erfolgt wäre. (ED)
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