DRV wertet Brüsseler Beschlüsse positiv

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Den Beschluss des EU-Agrarministerrates, BSE-Schnelltests ab dem kommenden Jahr für alle gefährdeten Tiere einzuführen, bewertete Manfred Nüssel, der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), heute positiv. Er gehe davon aus, dass die Kosten für den höheren Aufwand von Brüssel übernommen würden. Auch der Vorschlag der Kommission, künftig keine verendeten Tiere mehr für die Herstellung von Tiermehl zu verwenden, sei sinnvoll. Lebensmitteltaugliche Schlachtabfälle sollten aber weiterhin im Sinne der Kreislaufwirtschaft verfüttert werden können. Hierfür sollte der Begriff Fleischmehl verwendet werden. Er sei der Ansicht, dass eine ökonomische Fleischmehlherstellung machbar sei. Bisher habe Tiermehl zu 80 Prozent aus Schlachtnebenprodukten und zu 20 Prozent aus verendeten Tieren bestanden. Dieser Prozentsatz werde sich durch die Einbeziehung der BSE-Risikomaterialien voraussichtlich ändern. Für eine gesonderte Entsorgung der verendeten Tiere und Risikomaterialien schätze er die zusätzlichen Kosten für Deutschland auf 250 Mio. DM. (St)
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