DZ Bank rechnet mit Ergebnisrückgang

Die DZ-Bank-Gruppe, Frankfurt a.M., wirtschaftet im 1. Halbjahr 2011 erfolgreich. Der Blick auf die kommenden Monate trübt sich ein. Von Januar bis Juni 2011 konnte die DZ-Bank-Gruppe ein Ergebnis vor Steuern von 638 Mio. € einfahren. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 616 Mio. €. Die operativen Erträge kletterten auf 2,1 (Vorjahr: 2,0) Mrd. €. „Die Geschäftszahlen der DZ-Bank-Gruppe im ersten Halbjahr 2011 belegen die Stabilität unseres dezentralen und in der Realwirtschaft gut verankerten Geschäftsmodells", interpretiert Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzender der DZ Bank, die aktuellen Zahlen.

Dem guten Geschäftsverlauf von Januar bis Juni 2011 hätten „spürbare negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten" gegenübergestanden. An erster Stelle nennt die DZ Bank die sehr angespannte Verschuldungssituation in einzelnen Ländern der Eurozone, die zu Bewertungsabschlägen der Anleihen der betroffenen Länder führte. In diesem Zusammenhang habe das Frankfurter Kreditinstitut im Ergebnis des ersten Halbjahrs 2011 Wertkorrekturen auf griechische Staatsanleihen im Umfang von 243 Mio. € vorgenommen. Mit Blick auf die kommenden Monate erwartet Kirsch, dass sich das konjunkturelle Umfeld eintrübt. Vor dem Hintergrund eines abgeschwächten Wirtschaftswachstums stellt die DZ-Bank-Gruppe für 2011 insgesamt ein geringeres Ergebnis gegenüber dem Vorjahr in Aussicht. Im Jahr 2010 hatte das Unternehmen ein Ergebnis vor Steuern von etwa 1,6 Mrd. € eingefahren. (Sz)
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