DZ-Bank will ihre Verluste bei Südfleisch begrenzen

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Die Übernahmeverhandlungen zwischen Vion-Gruppe und Südfleisch sind weitgehend abgeschlossen, auch wenn dies bislang niemand offiziell bestätigt. Knackpunkt ist noch die Höhe des Forderungsverzichts der DZ-Bank, Frankfurt a. M. Die Südfleisch schiebt Bankverbindlichkeiten in einer Größenordnung von 140 Mio. € vor sich her, wie die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. Dazu kommt noch ein Verlustvortrag von über 65 Mio. €.

Die Südfleisch-Geschäftsführung setzte mit leidlichem Erfolg bereits im Vorjahr alles daran, die "Braut zu schmücken". So teilt Vorstandssprecher Karl-Heinz Kiesel für 2004 ein positives Ergebnis der Holding mit und weist einen Überschuss von 3,27 Mio. € aus. Vion legte bislang keine besondere Eile an den Tag. Vion-Vorstand Uwe Tillmann hat das anfängliche Interesse von Tönnies, Rheda-Wiedenbrück, und einer "privaten Investorengruppe"an der Südfleisch nicht ernst genommen, und damit lag er richtig. Andererseits möchte aber auch die DZ-Bank die Südfleisch "nicht um jedem Preis verramschen", heißt es in Frankfurt. "Trotz aller Schwierigkeiten hat Südfleisch bis heute stets die Zinsen für ihre Verbindlichkeiten gezahlt, und die waren nicht gering." Demnächst wird nach einer "letzten" Verhandlung auf höchster Ebene mit der DZ-Bank die Entscheidung fallen.(HH)

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