Die Regierung in Kopenhagen plant eine höhere Steuer auf Pflanzenschutzmittel. Dänische Landwirte wehren sich gegen den Vorstoß. Die dänische Regierung basiert ihre neuen Vorschläge auf einem Bericht der dänischen Umweltschutzagentur, die zunehmende negative Auswirkungen des chemischen Pflanzenschutzes in den Jahren 2007 bis 2010 beklagt hat. Der Gesetzesvorschlag sieht nach Informationen von Agra Europe London vor, den Pflanzenschutzmittelaufwand nach Risiken zu besteuern. Die Zusatzkosten im Ackerbau beziffert Agra Europe London auf durchschnittlich 10 €/ha. Im Kartoffelbau kann dieser Betrag auf mehr als 20 €/ha wachsen.

Landwirteverbände in Dänemark haben die Vorschläge heftig kritisiert.. Sie weisen darauf hin, dass Pflanzenschutzmittel mit hohem Risikopotenzial in Dänemark schon längst verboten seien. Außerdem habe Dänemark seit Jahren die striktesten Auflagen bezüglich Pflanzenschutz und Düngung der gesamten EU. Sie würden strengstens kontrolliert. (az)
stats