Der Schlachtbetrieb im Nordosten Deutschlands passe perfekt in die 4WD-Strategie Danish Crowns, teilte das dänische Unternehmen mit. Diese sehe Wachstum vor allem in der Rindfleisch-Division vor. Gleichzeitig wolle der genossenschaftliche Konzern verstärkt auf Bio und Veredelung setzen, so CEO Jais Valeur.

Rinderspezialist aus Mecklenburg
Teterower Fleisch in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt 187 Mitarbeiter und befindet sich im Privatbesitz. 110.000 Rinder werden hier jährlich geschlachtet, der Jahresumsatz liegt bei rund 150 Mio. €. Knapp 20 Prozent der von Teterower Fleisch geschlachteten Rinder stammen aus Bio-Betrieben. Das Unternehmen schlachtet zudem in einem geringen Umfang Schweine und Lämmer.

200.000 Rinder pro Jahr

Danish Crowns Rindfleischdivision besitzt im norddeutschen Husum bereits heute einen Schlachtbetrieb, in dem jährlich an die 90.000 Tiere geschlachtet werden. Nach der Übernahme sollen dieser Schlachthof von Danish Crown Beef in Husum und der Neuerwerb Teterower Fleisch in einer Einheit zusammengelegt werden. Der Fokus soll auf der Spezialisierung und der Nutzung gemeinsamer Synergien in der Vermarktung auf internationalen Märkten liegen.

Rohstoffbasis in Deutschland sichern

Von der Integration des deutschen Geschäfts verspricht sich DC weiteres Wachstum sowie Zugang zu einer größeren deutschen Rohwarenbasis. Darüber hinaus erhält das deutsche Unternehmen Zugang zu Märkten von Danish Crown in der ganzen Welt, meint Finn Klostermann, Geschäftsführer von Danish Crown Beef.

Industriekunden und den Foodservice

Über die Hälfte des Umsatzes erzielten die Mecklenburger außerhalb von Deutschland, beispielsweise auf Märkten, auf denen Danish Crown Beef Wachstumschancen sieht. Dazu gehören Schweden und Südeuropa. „In Deutschland sind wir mit Rindfleisch sehr erfolgreich unterwegs, allerdings als Nischenunternehmen, das Industriekunden und den Foodservice-Markt mit hochwertigem Fleisch beliefert", erklärt Finn Klostermann. Diese Position könne man durch die Übernahme festigen und ausbauen. Dem harten Wettbewerbskampf im deutschen Einzelhandel will sich der Konzern nicht stellen. „Wir glauben, dort lässt sich nichts verdienen", zeigt sich Klostermann überzeugt.

Die bisherige Unternehmensführung bei Teterower bleibt unverändert, „um an der starken regionalen Verankerung des Unternehmens festzuhalten", so DC. Führungskräfte von Danish Crown Beef würden ihr nur zur Seite gestellt. Der Übernahmevertrag von Teterower Fleisch wurde beim Bundeskartellamt angemeldet und kann erst nach dessen Genehmigung in Kraft treten. (az)
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