In der neuen Unternehmensstrategie von Danish Crown spielt Deutschland zwar keine zentrale Rolle mehr, trotzdem will das Unternehmen seine Marktposition auch hierzulande ausbauen. Deshalb richtet der dänische Fleischkonzern ein neues Vertriebsbüro in Flensburg ein. Die Leitung werde der 44-jährige Jakob Sögaard übernehmen, teilte Danish Crown mit. Er ist seit 1994 für den Konzern tätig und war zuletzt verantwortlich für Ess-Food Deutschland. Unterstützt wird er von Thomas Skouv im Bereich der Veredlungsindustrie und von Stefan Gotthard im Segment Foodservice.

Das bereits bestehende Verkaufsbüro von Danish Crown im oldenburgische Essen (Kreis Cloppenburg) wird weiterhin von Carsten Haase geleitet, mit Verantwortung für den Fleischverkauf an den deutschen Einzelhandel und an mittelständische Fleischproduzenten. Beide Vertriebstellen sollen eng zusammenarbeiten.

Im neuen Büro in Flensburg wird auch Danish Crown Beef ansässig sein. Die Aktivitäten im Bereich Rind seien durch den Kauf von Teterower Fleisch beträchtlich gestiegen. Auch in diesem Feld sollen zukünftig die Aktivitäten noch enger auf die Bedürfnisse deutschen Kunden in der Industrie, dem Einzelhandel und im Bereich Foodservice ausgerichtet werden.

„Wir haben festgestellt, dass wir in den letzten Jahren den Vertrieb von dänischem Fleisch nicht eng genug am deutschen Kunden ausgerichtet haben. Da Danish Crown in fünf anderen europäischen Ländern schlachtet, sehen wir es als unsere Aufgabe, den deutschen Kunden in der Fleischwarenindustrie Rohwaren aus allen fünf Ländern anzubieten“, teilte der Vizepräsident des Konzerns, Lars Albertsen, mit.

Dem Unternehmen zufolge gehört Deutschland nicht zu den vier „Heimmärkten“ Dänemark, Schweden, Polen und Großbritannien, die Danish Crown 2016 im Rahmen seiner „Four Wheel Strategy“ (4WD) zusammen mit Asien als größte Wachstumsmärkte für Produkte wie Konserven, Därme, Bacon, Salami oder ähnliches definiert hatte. Dennoch soll hierzulande die Marktposition von Danish Crown verbessert werden, da Deutschland ein großer Dreh- und Angelpunkt innerhalb der europäischen Fleischwarenindustrie sei. (az)
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