Fleischwirtschaft

Danish Crown plant den großen Wurf

Ein solider und global agierender Lebensmittel-Konzern will der dänische Fleischverarbeite und -vermarkter Danish Crown in fünf Jahren sein. So steht es in dem heute vorgestellten Strategiepapier. Eine Säule der Strategie ist die Festigung der bestehenden starken Position in Dänemark, Schweden, Polen und dem Vereinigten Königreich. Das Ziel lautet Marktführer in Nordeuropa. Darüber hinaus soll in Lebensmittel-Innovationen investiert werden, die global Marktchancen haben. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Vermarktung hochpreisiger Produkte. So sollen das Bio-Segment, regionale Spezialitäten sowie die Produktion bei Verzicht auf Antibiotika ausgebaut werden.

Von Veränderungen in China profitieren


Darüber hinaus will sich der dänische Konzern in China etabieren. Es soll ein Werk in Shanghai gebaut werden. Rund 40 Mio. € will das Unternehmen in eine Anlange investieren, die verkaufsfertige Produkte herstellt. Laut CEO erfahre der chinesische Markt äußerst interessante Entwicklungen. Einerseits werde immer mehr in Restaurants oder bei anderen Caterern gegessen, zum anderen würden sofort essfertige Produkte im Supermarkt immer beliebter. Darüber hinaus blühe der E-Commerce auf, bei dem auch Fleisch eine Rolle spiele. Shanghai gelte als größter E-Commerce-Markt weltweit, erklärt CEO Jais Valeur. Bereits heute exportiert Danish Crown eine große Menge an Schweinefleisch und so genannte “China goods” wie Ohren oder Schweinefüße in den fernen Osten. 


Dänische Bauern bekommen mehr

Diese Basis soll jetzt weiter ausgebaut werden. Um sich den Rohstoff für die kommenden Jahre langfristig zu sichern, hatte Danish Crown bereits in der vergangenen Woche seinen Schweinhaltern einen Preis garantiert, der um acht Cent/kg über dem europäischen Vergleichspreis liegt. 4WD nennt sich das Konzept, das vom Englischen ins Deutsche übersetzt als "Allradantrieb" gelesen werden kann. Damit ließe sich der Wagen unabhängig vom Gelände in jede gewünschte Richtung lenken, die sich als beste für die Genossen und unsere Kunden erweise, erklärte heute CEO Jais Valeur. (kbo)
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