Steigende Rohmilchpreise und das knappe Angebot auf dem russischen Markt haben den französischen Lebensmittelkonzern Danone dazu veranlasst, insgesamt 5.000 Kühe der Rasse Holstein nach Russland zu importieren. Die Tiere stammen aus den Niederlanden und Deutschland.


Wie das Forschungsinstitut für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) in Moskau vergangene Woche berichtete, hat Danone dazu gemeinsam mit dem russischen Unternehmen „Damate“ in eine 60 ha große Farm in Tjumen in Sibirien investiert. Die Tiere würden per Lkw in Gruppen über die Strecke von 4.500 Kilometer geliefert. Die Milchproduktion auf dem Hof habe bereits im Mai dieses Jahres begonnen, und die letzte Lieferung an Kühen werde im September erwartet, so IKAR. Nach Institutsangaben ist die Milchwirtschaft noch immer einer der importabhängigsten Sektoren der russischen Wirtschaft. 2016 habe die Selbstversorgungsquote bei 81,5 Prozent gelegen. (afz)
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